LESERBRIEF an die Gelnhäuser Neue Zeitung

Hundhausen VolkmarVolkmar Hundhausen äußert sich zur Verunstaltung von Wahlplakaten der SPD-Kandidatin Astrid Rost

Wie ein Dieb in der Nacht

Nach einer zunächst fairen Auseinandersetzung der sechs Kandidatinnen und Kandidaten um das Bürgermeisteramt in Linsengericht hat jetzt einer der Wähler den Sinn demokratischer Wahlen nicht verstanden und in der Woche vor der Stichwahl den gesellschaftlichen Anstand verloren. Wie ein Dieb in der Nacht ist er in den Linsengerichter Ortsteilen von Plakat zu Plakat geschlichen, um der Kandidatin Astrid Rost die Ansehnlichkeit zu stehlen. Er hat ihr Gesicht auf den Plakaten verunstaltet. Dieser Wähler war mit seiner Frauenangst gewiss nicht allein unterwegs und ist bestimmt auch gesehen worden.

Und doch kann er sich nur sicher fühlen, wenn oder weil uns das Fehlen von Unrechtsbewusstsein und Mitgefühl ohne Bedeutung ist.

Leider fügt sich diese Straftat ein in ein zunehmendes Klima der militanten Männerkultur und also der Rücksichtslosigkeit sowie der Verachtung von Frauen als minderwertige Geschöpfe.

Volkmar Hundhausen, Linsengericht-Eidengesäß