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Beeindruckende Aufbauarbeit für kindliche Selbstständigkeit

Astrid Rost und Annette Fehlhauer besuchen die Freie Montessori Schule in Altenhaßlau

Linsengericht. „In DIR steckt Großartiges …“ heißt es auf der Tafel gleich am Eingang zur Montessori Schule Main-Kinzig in Altenhaßlau. Und genau dieses Potential wollen die Gründerinnen und Geschäftsführerinnen Susen Schorn und Nina Villwock in den Kindern wecken. Doch auch in den Räumlichkeiten der Schule konnten Astrid Rost, Bürgermeisterkandidatin der SPD für Linsengericht, und Annette Fehlhauer, Kreistagskandidatin der SPD, bei ihrem Besuch Großartiges entdecken. Denn Schule und Kinderhaus arbeiten mit besonderen Materialien und Unterrichtsformen, die von Dr. Maria Montessori Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt wurden. Angefangen bei den Stühlen und Tischen in Kindergröße über Perlenschnüre zur Veranschaulichung mathematischer Größen bis hin zu geometrischen Figuren und interaktiven Landkarten reichen die beeindruckenden Entwicklungsmaterialien, die von frühester Kindheit an Lernimpulse geben. Um die Materialien und Arbeitsweisen vorzustellen, geben die Lernbegleiterinnen und Lernbegleiter den Kindern sogenannte Darbietungen. Dann erforschen die Kinder die Lerninhalte selbstständig weiter. „Hilf mir, es selbst zu tun“, lautet daher das Motto im Kinderhaus, erklärt Villwock. In der Grundschule heißt es: „Hilf mir, selbst zu denken“.

Die 45 Mitarbeiter der Montessori Schule betreuen insgesamt 45 Kinder im Kinderhaus, 120 Schülerinnen und Schüler in der Grundschule und 50 Jugendliche in der Sekundarschule. Sie kommen aus dem gesamten Main-Kinzig-Kreis. In der ehemaligen Jugendherberge in Geislitz organisieren die Jugendlichen ihre Räume selbst und bewirten auch Gäste aus der ganzen Welt, die sich das Konzept der „Schule auf dem Land“ ansehen und teilweise auch dort untergebracht werden. Die spannenden Ergebnisse dieses Schulkonzepts begeisterten auch Astrid Rost und Annette Fehlhauer. In der Gemeinde seien sie zu Anfang auf Skepsis gestoßen, erzählten die Gründerinnen. Vor 20 Jahren hätten sich aber einige Kommunalpolitiker für die Schule eingesetzt und nach einem Hinweis auf das leerstehende Telekomgebäude in Altenhaßlau konnte auch der heutige Standort gekauft und aufgebaut werden. Dabei seien die Lernbegleiter und Lernbegleiterinnen von Anfang an an der Planung beteiligt worden. Dies nicht zu tun, sei aus ihrer Sicht der größte Fehler, der bei der kommunalen Planung von Kitas und Schulen passieren kann, stellte Villwock fest. Die Fachkräfte hätten einen anderen Blick auf die Anforderungen von Bildungsstätten als die üblicherweise beteiligten Planer. Zum Schluss konnten Susen Schorn und Nina Villwock Wünsche an die Kommunalpolitikerinnen richten. Zahlreiche Hundehalter und Hundehalterinnen nutzten die Wanderwege rund um den Spessartbogen in Geislitz, erzählte sie. Kotbeutel und anderer Müll wanderten in die Schulmülltonne. Zusätzliche Spender und Abfallbehälter für die Hundekotbeutel in der Nähe des Standorts in Geislitz ist einer ihrer Wünsche. Ein weiterer sind Blumensamenspender zur Begrünung der Freiflächen in Linsengericht. Sie luden die Linsengerichter Kommunalpolitiker herzlich ein, am Tag der offenen Tür im September gemeinsam das 20jährige Jubiläum der Montessori Schule zu feiern.

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Fotos: Gunther Schilling.