2026 Besichtigung Klaeranlage

Sauberes Wasser braucht moderne Technik

Ausbaupläne der Kläranlage Lieblos beschäftigt Linsengerichter SPD-Fraktion

Nach dem bereits die Arbeitsgemeinschaft 60plus der SPD-Linsengericht bei der Kläranlage zu Besuch war, hat Erhard Hartmann - als Linsengerichter Delegierter im Abwasserverband – in Abstimmung mit dem Betriebsleiter nach der letzten Sitzung im November 2025 eine Abordnung der SPD-Linsengericht zur Besichtigung unserer Kläranlage eingeladen. Hintergrund sind die in dieser Sitzung beschlossenen umfangreichen Investitionen für die nächsten Jahre.

In den kommenden Jahren stehen die Sanierung und Weiterentwicklung der Kläranlage Lieblos auf dem Programm. Die am Abwasserverband Gelnhausen beteiligte Kommune Linsengericht wird dazu einen finanziellen Beitrag leisten, sagte Bürgermeister Albert Ungermann bei einer Besichtigung.

Gemeinsam mit der Bürgermeisterkandidatin Astrid Rost und einer Abordnung von Mandatsträgern der SPD-Linsengericht informierte er sich über den aktuellen Stand der Planungen. Betriebsleiter Kai Geiger präsentierte die Kläranlage als leistungsfähigen Wasseraufbereitungskomplex mit eigener Energieproduktion. Einige Anlagen seien jedoch in die Jahre gekommen und höhere Anforderungen machten Erweiterungen notwendig. Dazu gehöre ein neuer Faulturm, in dem die organischen Abfälle zur Entsorgung getrocknet und anschließend energetisch genutzt würden. Auch eine vierte Reinigungsstufe zum Abbau von Arzneimittelresten und Mikroplastik ist vorgesehen. Schließlich erhält auch das Blockheizkraftwerk weitere Kapazitäten und die Stromverteilung einschließlich Trafostation wird modernisiert.

Der gebürtige Eidengesäßer Geiger hat sich in den vergangenen 26 Jahren vom Auszubildenden bis zum Betriebsleiter der Kläranlage entwickelt und kennt die Anlage wie seine Westentasche. Die Anlage des Abwasserverbands und die 53 Kilometer Kanalnetz, die das Abwasser dorthin leiten, stehen unter ständiger Beobachtung der Mitarbeiter. Aber auch das Regierungspräsidium wacht mit Argusaugen auf die Einhaltung der Vorgaben und die Leistungsfähigkeit der Anlage. Neben der Kläranlage selbst sind die Pumpanlagen an den Knotenpunkten des Kanalnetzes zentrale Bausteine der Entsorgung. Wenn hier Ersatzbedarf entsteht, muss schnell gehandelt werden. Auf die Frage der Linsengerichter Kommunalpolitiker, mit welchen Summen für Ausbau und Ersatzinvestitionen zu rechnen seien, nannte Geiger eine Bandbreite von über 20 Millionen Euro.

 Erhard Hartmann, der Linsengericht im Abwasserzweckverband vertritt, berichtete von einem bereits eingeplanten Budget von rund 18 Millionen Euro bis 2029. Auf die Bürgerinnen und Bürger von Gelnhausen, Gründau und Linsengericht könnten ggf. dadurch zwar die Abgaben steigen, doch auch die Wasserqualität und Verlässlichkeit der Entsorgung nimmt zu. Und schließlich wird durch moderne Bauten, Anlagen und Technik auch die Abwasserabgabe an das Land verringert, die sich an der Entsorgungsqualität orientiert. Denn auch hier ist entscheidend, was herauskommt und am Ende in die Kinzig fließt.

Foto: Gunther Schilling