
Linsengericht soll für Unternehmen attraktiv bleiben
In der aktuellen Diskussion um die Standortbedingungen heimischer Unternehmen bezieht Bürgermeisterkandidatin Astrid Rost (SPD) eine klare Position. „Wir müssen in Politik und Verwaltung gute Rahmenbedingungen für die Wirtschaft organisieren“, fordert Rost. „Dazu gehören neben einer schnellen und zielorientierten Reaktion auf die täglichen Anliegen der Unternehmen auch ein regelmäßiger Austausch mit den Gewerbetreibenden vor Ort.“
Zu einem ersten Austausch mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern traf sich Rost am vergangenen Freitag in Hanau mit Selina Lukas, Abteilungsleiterin Kommunikation und Standort, sowie mit Kristine Martel, zuständig für Daten und Statistik in der IHK. Auf dem Tisch lagen die wirtschaftlichen Eckdaten für die Gemeinde Linsengericht, die einen beachtlichen Anstieg der Gewerbesteuer bei gleichzeitig steigender Verschuldung in den vergangenen Jahren zeigten. Da wird deutlich, was eine florierende Wirtschaft zur finanziellen Leistungsfähigkeit der Gemeinde beitragen kann, betonte Rost.
Mit Blick auf die Ergebnisse der jüngsten IHK-Standortumfrage im Main-Kinzig-Kreis zeigte sich, wo Wunsch und Wirklichkeit der Unternehmen auseinanderfallen. Von der Breitbandanbindung über die Höhe der kommunalen Abgaben und Steuern bis zur Bearbeitungsdauer von Anliegen und Verfahren geht eine hohe Bedeutung mit einer niedrigeren Zufriedenheit einher. Die Unternehmen wünschen sich darüber hinaus mehr Kompetenz und Verlässlichkeit bei Entscheidungen, die die Wirtschaft betreffen, sowie eine bessere Kundenorientierung und Erreichbarkeit der Verwaltung.
Da gibt es noch Verbesserungspotenzial, sagte Rost. Im Fall ihrer Wahl zur Bürgermeisterin plant sie, die Kommunikation der Unternehmen zur Verwaltung zu fördern. Außerdem regt sie einen regelmäßigen Austausch mit und zwischen Unternehmen sowie mit der IHK und der Handwerkskammer an. Und schließlich will sie die Attraktivität der Gemeinde auch für Gäste erhöhen, die aus beruflichen Gründen oder touristischem Interesse kommen. Lukas empfahl, dazu mit Spessart Tourismus und Marketing sowie mit Spessart Regional Kontakt aufzunehmen. „Das greife ich auch mit Blick auf die Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen gerne auf“, freute sich Rost über den Hinweis und bedankte sich bei ihren Gesprächspartnerinnen für den guten Austausch.